Style ist Kopfsache

von maennlicher.de am 16. März 2012

Eine Frage an dich: Gehörst du zu den Männern, die viel Wert auf ihr Äußeres legen?

Ja? Damit bist du nicht allein – Style ist Männern mittlerweile kein Fremdwort mehr.

Was die wenigsten Männer wissen (auch nicht wissen sollen), werde ich dir heute verraten.

Das Geheimnis des Gesamteindrucks

Was verbindest du mit dem Wort Style bzw. Stil?

Einen Zylinder, Lackschuhe und einen Smoking?

Style ist Kopfsache – wenn du dich in deiner Kleidung gut fühlst, wirst du automatisch stilsicherer eingeschätzt.

Es gibt z.B. Frauen, die haben Dreadlocks, tragen bunte Tücher und Schals, rasieren sich nicht die Beine, etc. – und doch: Sie sind anerkannte Mitglieder der New-Age-Öko-Subkultur.

Man hört die Menschen dann sagen: “Joa, das hat was.” oder “Nichts für mich, aber ihr steht es gut.”

Die Menschen würden das nicht von ihr sagen, wenn sie in ihrem Herzen ein erbarmungsloser Kapitalist wäre, die am liebsten straffen Hosenanzüge trägt.

Sie würde sich dann in ihrem “Öko-Look” unwohl fühlen und das wiederum würden die Menschen um sie herum merken.

Dann würden Kommentare kommen wie: “Oh, da will wohl jemand auf alternativ machen.” oder “Wie unseriös. Und die will im Bankwesen arbeiten?”

Der Gesamteindruck zählt, Style ist ein schwammiger Begriff, den selbsternannte Modegurus gern nutzen, um ihre neuste Kollektion an den Mann zu bringen!

Warum teure Klamotten unsympathisch machen

Es gibt das Gerücht, dass stylische (bzw. stilvolle) Klamotten grundsätzlich teurer seien.

Das stimmt nur teilweise.

Dennoch versuchen viele Menschen (vor allem Männer), durch die Wahl ihrer Kleidung aufzufallen und / oder über die Tatsache hinwegzutäuschen, dass sie uninteressant, spießig, etc. sind.

Es ist nichts dagegen einzuwenden, sich teure Kleidung zu gönnen. Allerdings sollte der vorhandene Etat dafür nicht überschritten werden.

Das Problem, das sich aus teuren Klamotten in Verbindung mit einem (finanziell) unsicheren Menschen ergibt: Dieser Mensch wirkt unnatürlich und wird dadurch schnell unsympathisch.

“Der hat ‘was zu verbergen.” könnte als Kommentar fallen.

Teure Kleidung ist kein Beweis für Qualität, wohl aber ein Indiz.

Außerdem neigen die Menschen dazu, z.B. Stars aus dem Film- und Musikgeschäft auch für ihren “guten Geschmack” anzubeten.

Ich erinnere mich noch gut daran, als erste Paparazzi-Fotos von Johnny Depp aufgetaucht sind, auf denen er “wie ein Penner gekleidet” war…

Das Ergebnis: Der Penner-Look war einige Zeit lang im Trend, bewusst zerstörte Kleidung wurde für horrende Summen an vermeintlich stilsichere Promis verkauft und einige Zeit später kam der Penner-Look auch bei uns – den Normalsterblichen – gut an.

Wie du dem Style-Diktat entrinnst

Style ist Kopfsache. Warum ich das so oft wiederhole?

Damit du es nicht vergisst. Du kannst dem Style-Diktat durch die Medien nur dann entkommen, wenn du Kleidung findest, in der du dich wohl fühlst.

Manchmal muss man dafür dann etwas länger suchen – meinen letzten Jackenkauf habe ich darum fast zwei Jahre vor mir hergeschoben.

Ich fand zwar dutzende Modelle “ganz nett”, aber keine Jacke entsprach meinem eigenen, ganz persönlichen Style-Empfinden.

Promis wie Johnny Depp sind ein gutes Beispiel für die erfolgreiche Flucht aus der Style-Diktatur.

Wenn man genügend Mumm hat, um sich selbst nur das Beste und Passendste zu gönnen, dann braucht man sich um die gesellschaftlichen Vorgaben keine Gedanken mehr zu machen.

Bild (C) 123rf.com

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