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So kannst du die tote Hose wieder zum Leben erwecken

von maennlicher.de am 1. März 2012

Impotenz, erektile Dysfunktion, Tote Hose, Erektionsprobleme, Schlappschwanz. Der Schrecken hat viele Namen und beinahe noch mehr Gesichter.

Circa 20 bis 50 Prozent der Männer über Dreißig leiden unter Erektionsproblemen – vermutet man jedenfalls, denn reden tut keiner darüber, auch nicht beim Arzt oder beim örtlichen Priester. Und behandelt werden von den vermutlich Betroffenen bloß ein paar wenige.

Eigentlich ist die ED (kurz für erektile Dysfunktion) auch “nur” eine weitere Krankheit, von der Lebensbedrohlichkeit ungefähr so schlimm wie eine chronische Migräne. Aber trotztdem würde so mancher Mann einen kleinen Tumor dieser “Mannesschwäche” vorziehen.

Wer unter Impotenz leidet, ist nicht allein. Es gibt hunderttausende auf deutschem Boden, die ebenfalls betroffen sind und jeden Tag kommen neue dazu. Impotenz ist auch kein hoffnungsloser Fall. Nahezu jede Art ED kann heutzutage behandelt werden – übrigens ist nur in den seltensten Fällen Viagra und Co. dabei ein Muss.´

Woher kommt die tote Hose

Für Erektionsprobleme gibt es viele Ursachen. Man unterscheidet dabei grob zwischen körperlichen und seelischen Gründen.

Körperlich gesehen sind viele unserer heutigen Zivilisationskrankheiten verantwortlich für das Unglück untenrum. Ganz vorne stehen dabei Herz-Kreislaufstörungen, Bluthochdruck, Arteriosklerose und Diabetes. Aber auch Folgen von Verletzungen und Operationen, sowie ein hormonelles Ungleichgewicht im Gehirn können eine ED hervorrufen.

Ein zerüttetes Seelenleben kann für eine gesunde Erektion jedoch beinahe noch gefährlicher sein als zu hohes Cholesterin. So verursachen Stress, Angst, fehlende Selbstsicherheit und Leistungsdruck ebenso ein schlaffes Glied wie Partnerschaftskonflikte oder eine verdrängte Homosexualität.

Und jetzt?

Zu wissen, wo vermutlich das Problem herkommt, reicht nicht. Man muss es auch lösen.

Vor allem bei einer starken Vermutung, dass die Ursache eine körperliche sein könnte, sollte man unverzüglich den Arzt aufsuchen und sich von diesem beraten lassen. Insbesondere bei einer fortgeschrittenen Arteriosklerose, die recht häufig zu Impotenz führt, sollte man dankbar für das Warnsignal sein und sich behandeln lassen, bevor etwas Schlimmeres, beispielsweise ein Herzinfarkt, ins Haus steht.

Tatsächlich sollte man niemals einfach eine körperliche Fehlfunktion wie diese ignorieren, weil es beinahe immer ein Hinweis dafür ist, dass etwas im eigenen Leben nicht so läuft, wie es soll.

Es heißt also, ein Mann zu sein und sich endlich der Krankheit zu stellen.

Und noch etwas: Wenn die Angst besteht, von dem eigenen Arzt abfällig angeschaut zu werden, muss man sich bloß vor Augen führen, dass es gar nicht so unwahrscheinlich ist, dass dieser Arzt (bei seinem stressigen Leben, seinem Alter und dem möglichen Übergewicht) womöglich selbst eine ED hat oder hatte.

Wege aus der ED

Viele Wege führen nach Rom. Und daher können wir dir hier sicherlich nicht alle vorstellen. Vor allem zu Medikamenten (Viagra etc.) und Quacksalbermethoden aus dem nächsten Sexshop möchten wir uns nicht äußern.

Der erste Schritt zur Heilung ist in jedem Fall das eigene Eingestehen, dass man ein Problem da unten hat. Insbesondere mit der Partnerin ist als Folge dessen ein Gespräch angebacht. Wenn die Partnerin nicht die unmittelbare Ursache ist, ist sie in jedem Fall dankbar für das Gespräch und wird erleichtert sein, dass es nicht an ihr liegt, dass sie immer noch geliebt wird und ihr Mann im Grunde immer noch der Alte ist.

Gespräche allgemein können wie Balsam wirken und schon ihren Teil zur Heilung beisteuern. Wenn der Eindruck besteht, das weder Freunde und Familie noch die eigene Partnerin dazu geeignet sind, gibt es auch zahlreiche andere Adressen, an die man sich wenden kann. Genannt sei hier vor allem die Pro Familia.

Der zweite Schritt zu einem gesunden Glied ist, das Problem zu identifizieren. Dazu empfielt es sich, zunächst den Arzt aufzusuchen, um körperliche Probleme auszuschließen. Anschließend (oder währenddessen) sollte man sich Gedanken machen, wo es seelisch nicht so läuft, wie es soll.

Der dritte Schritt ist, das Problem zu lösen. Liegt die ED an einer Herz-Kreislauferkrankung, muss diese natürlich behandelt werden. Liegt sie an zu viel Stress am Arbeitsplatz, muss man sich einen Weg ausdenken, wie man diesen Stress reduzieren kann.

Letztendlich heißt es, seine ED als eine Art Chance zu sehen, mit den darunter liegenden Problemen, die man hat, endlich einmal klarzukommen.

Erektionsproblemen vorbeugen

Statistisch gesehen haben Männer, die gesund leben (körperlich UND seelisch) am seltensten Erektionsprobleme.

Eine ganz einfache Methode, ED vorzubeugen (oder gar zu heilen) ist daher, einfach so gesund wie möglich zu leben.

Gesund leben bedeutet, dass man mindestens eine Ausdauersportart macht, sich gesund (mit viel, viel Grünzeug und wenig Fett und Zucker) ernährt, einen Job macht, der einem Freude bereitet und eine erfüllende Beziehung hat.

Dass das Problem “da unten” damit weggeht ist bei so einer vorbildlichen Lebensweise natürlich nicht der einzige Vorteil. Ein gesundes Gewicht, Spaß am Leben und eine erfolgreiche Herangehensweise an alle Arten von Stress sind schließlich auch Dinge, nach denen sich Männer ohne ED sehnen.

Bild (C) 123rf.com

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