Schock-Studie zeigt: BILD-Leser werden häufiger krank

Ich weiß, du liest die BILD garnicht.

[zitat]“Es gibt 1000 Krankheiten, aber nur eine Gesundheit.“ (Arthur Schopenhauer)[/zitat]Niemand tut das. Es schaut sich auch niemand Das Dschungelcamp oder Mitten im Leben an.

Passend zu unserer vierten Ausgabe des kostenlosen Männermagazins habe ich mir eine (hoffentlich) provokante Überschrift ausgedacht – es geht um deine Gesundheit.

Die These: Unreflektierte Leser der BILD-Zeitung werden häufiger krank als diejenigen, die den Unterschied zwischen buntem Klopapier und einer echten Zeitung erkennen!

Die Boulevardpresse macht uns krank

Eine typische BILD besteht zu geschätzten 95% aus Negativschlagzeilen. Der Rest ist Werbung – obwohl natürlich mehr als 5% des „Inhalts“ Werbung sind, aber das ist ein anderes Thema.

Diese Negativschlagzeilen saugen die Leser morgens in der U-Bahn auf oder mittags im Imbiss neben dem Büro oder abends auf der Couch, wenn endlich wieder Das Dschungelcamp läuft.

Und genau diese ständigen negativen Botschaften machen uns krank. Sie verderben die Hirne der Schwachen und stellen eine Beleidigung, ja sogar eine Bedrohung für diejenigen dar, die gerne selber denken. Was für ein Schund in dem Blatt steht, unglaublich.

Pünktlich wie ein Uhrwerk und dabei passend zu den großen, pompös in den Medien zelebrierten Auftritten von Grippe, Halsentzündung und Co. werden wilde Titel auf billiges Papier gepresst, die da lauten:

  • 68 Tote: Schweinegrippe wütet in Mexiko
  • Chinese (39) stirbt an der Vogelgrippe
  • Alzheimer: Wann muss ich zum Arzt gehen?
  • Wissenschaftler warnen: Zucker so gefährlich wie Zigaretten
  • Hamburg: Super-Infektion hat die Hansestadt im Griff

Da du mit der BILD nichts zu schaffen hast, klären wir auf: Ja, das sind echte Überschriften, die aktuell (06.02.2012) auf der BILD.de Internetseite zu finden sind.

Die Diagnose: Ein Land voller Hypochonder

In den vergangenen 5 Jahren war ich genau 0 (null) Mal beim Arzt und ich habe mich in dieser Zeit circa drei oder vier Mal ernsthaft „krank“ gefühlt.

Dennoch wusste ich, dass es sich bei einer Magen-Darm-Grippe, einer schweren Halsentzündung und einer temporären Migräneerscheinung nicht um Anzeichen meines vorzeitigen Todes handelt.

[zitat]“Die Arznei macht kranke, die Mathematik traurige und die Theologie sündhafte Leute.“ (Martin Luther)[/zitat]Manchmal fühlt man sich krank, so ist das eben. Aber das bedeutet nicht, dass man wirklich krank ist!

Die meisten Deutschen denken da scheinbar anders und gehen offenbar gerne zum Arzt: Im Schnitt geht der Deutsche 16x pro Jahr zum Arzt. (Quelle: Forum Gesundheitspolitik, 2006)

Ich behaupte nun einfach ganz frech, dass diese „Arzt-Groupies“ hypochondrisch sind und vielleicht zu einem ganz speziellen Arzt gehen sollten, bei dem sie sogar bequem auf der Couch liegen dürfen, anstatt in stickigen Wartezimmern ihre Zeit abzusitzen.

Und in eben diesen Wartezimmern liegen diese Zeitungen – überall liest man nur von Krankheit und Leid, von Zerstörung und Ungerechtigkeit.

Jaja, schlimme Sache. Du nickst es ab und schluckst die Antibiotika.

Der Beweis: Die Krankschreibung

Ja, aber ich bin doch krank. Hier steht es. Der Doktor hat mich krankgeschrieben.

Ist es noch zu fassen?

Ehemals kerngesunde Menschen lassen sich durch die Medien aufs Kranksein umprogrammieren, rennen zum Arzt, erhalten die Ehrenurkunde („Ja, krank!“) und begründen damit wiederum ihren Arztbesuch.

Es ist ein Teufelskreis, aus dem uns die BILD und viele andere Leitmedien nur ungern ausbrechen lassen würden.

Ohne Skandale, Unglücksmeldungen und Weltuntergangsprophezeiungen gäbe es die Presse überhaupt nicht.

Ein Ansatz: Psychosomatische Medizin

Die sogenannte Psychosomatik bezieht neben rein körperlichen Symptomen auch seelisch, gesellschaftlich und geistig geprägte Vorgänge in die Deutung von Krankheiten ein. Ein kluger Ansatz.

Depressionen beispielsweise kommen immer häufiger vor und stellen eine „etablierte“ Krankheit dar, bei welcher meist nur psychische oder geistige Symptome erkennbar sind.

Auch das sogenannte Burn-Out Syndrom bewegt immer mehr Menschen dazu, zum Arzt zu gehen.

Worauf ich hinaus will, fragst du dich?

Es ist ganz einfach: Ständiger Konsum von negativen Schlagzeilen macht dein Denken kaputt und dadurch bedingtes negatives Denken macht sowohl deine Seele als auch deinen Körper unfähig, mit eigentlich harmlosen Infektionen usw. klarzukommen.

Unser Immunsystem beinhaltet nicht bloß körperliche, physikalisch messbare Widerstandskraft, sondern auch geistige, emotionale.

Ein Video zum Abschluss:

Was hältst du von unserer These? Ist das ebenfalls Effekthascherei oder ist eine Portion Wahrheit darin verborgen?

Bild (C) 123rf.com