Vergiss Viagra: Diese pflanzlichen Aphrodisiaka verbessern dein Stehvermögen

Wissenschaftler vermuten, dass es schon seit der Dämmerung der Menschheit gewisse homo sapiens sapiens gab, die die schönste Sache der Welt nicht so sehr genießen konnten wie ihre Stammesgenossen.

Anders als heute gab es jedoch keine potenzfördernden Chemikalien, die frei unter einem Baum herumlagen, sodass man sie mit wenig Aufwand in eine praktische Pille pressen konnte.

Was hat der erektil dysfunktionale Mann von früher also unternommen, um sein bestes Stück wieder auf Trab zu bringen?

Richtig – er hat dort gesucht, wo er sich am besten auskannte: in der Natur.

Das beste Aphrodisiakum

Im Laufe der Jahrhunderte haben die Menschen haufenweise Aphrodisiaka eingenommen. Gemahlene Tigerknochen, Krokodilsdung, gegorene Säfte aller Art und natürlich auch diverse Kräuter. Erstaunlich ist dabei, dass ein Großteil dieser Mittelchen rein gar keine aphrodisierende Wirkung haben. Jedenfalls keine, die man im Labor nachweisen könnte.

Noch erstaunlicher ist jedoch, dass trotzdem die abstrusesten Mittel wirken. Wenn der Mann nichts von ihrer Wirkungslosigkeit weiß.

Fakt ist, dass es durchaus natürliche Aphrodisiaka gibt. Zu denen kommen wir auch noch später. Was jedoch noch viel eindrucksvoller ist als ein Kraut, dass einem das Blut in die Lenden treibt, ist, dass Männer, die ein Placebo einnehmen (also ein Medikament oder Mittel, von dem sie glauben, dass es wirkt) umso standhafter sind, je fester sie an die Wirkung glauben.

So kann es einerseits vorkommen, dass ein Mann ein tatsächliches Aphrodisiakum einnimmt, aber glaubt, es sei eine Kopfschmerztablette, keine Erektion bekommt.

Andersherum kann man jemandem, der fest daran glaubt eine dreifache Dosis Viagra zu bekommen, tatsächlich eine Tablette geben, die nur aus Zucker und Mehl gepresst ist und anschließend einen voll funktionstüchtigen Phallus bewundern.

Am erstaunlichsten ist einfach, dass das stärkste natürliche Aphrodisiakum unser eigenes Gehirn ist.

Die Potenz des Geistes

Es gibt verschiedene Gründe, die eine erektile Dysfunktion begünstigen oder gar hinaufbeschwören können. Krankheiten wie Diabethes oder ein zu hoher Blutdruck gehören ganz sicher dazu. Viele Männer haben jedoch auch Probleme „da unten“, obwohl sie körperlich kerngesund sind. Vor allem an diese Männer sei dieser Abschnitt gerichtet.

Wir können und möchten an dieser Stelle keinen Experten ersetzen, hoffen allerdings, dich und dein bestes Stück ein wenig inspirieren zu können – Sei also offen und ehrlich.

Sicherlich hast du nicht immer diesen Durchhänger gehabt und kannst dich noch gut an Zeiten erinnern, in denen alles so funktionierte, wie es sollte.

Schreib also einfach einmal auf: Was war damals anders als heute? (Überlege am besten erst einmal selbst und schreibe deine Eingebungen auf ein Blatt Papier. Schau dir erst anschließend unsere Denkanstöße an.)

  • Findest du deine Partnerin weniger attraktiv oder langweiliger als damals? Wenn ja, woran liegt das?
  • Hast du das Gefühl, sie nicht mehr zu lieben?
  • Findest du Sex allgemein öde? Wenn ja, was könnte der Grund dafür sein?
  • Fühlst du dich oft von deiner Partnerin missverstanden oder habt ihr ständig Streit? Warum wirkt sich das auf dein Sexverhalten aus?
  • Machst du eine stressige Phase durch (Beziehung, Arbeit, sonstiges)? Woher kommt der Stress?
  • Macht dir der Sex selbst Stress, weil du viel von dir erwartest? Was genau erwartest du von dir? Wäre es vielleicht sinnvoller, etwas weniger von dir zu erwarten, damit du dir nicht so einen Stress machst?

Wenn eines (oder mehrere) der Stichworte zu dir gepasst hat oder haben, solltest du dir unbedingt überlegen, wie du das Problem lösen kannst. Hol dir, wenn du es nicht alleine schaffst, Anregungen von deinen Freunden oder bei einer Beratungsstelle ein (Z.B. bei Profamilia mann@profamilia-frankfurt.de).

Du bist jedenfalls nicht allein. Du kannst, wenn du willst, das Problem lösen und dein Gehirn wieder dazu bringen, das stärkste Aphrodisiakum zu sein, das dein Körper kennt.

Von Salbei und Yohimbe

Wie gesagt, gibt es auch rein pflanzliche Aphrodisiaka, die wahre Wunder bewirken. Viele der bekannten Mittelchen funktionieren jedoch nicht so, wie der pillenverwöhnte Mann es gerne hätte. Die meisten frei verkäuflichen natürlichen Lustmacher, wirken viel subtiler als mit Chemikalien, die die Hormonausschüttung manipulieren.

Ein Großteil der als aphrodisierend geltenden Lebensmittel löst so im Esser eine sexuelle Assoziation aus. Spargel, Gurken und Aale erinnern beispielsweise an ein erigiertes Glied. Austern, Feigen und Birnen hingegen lassen entfernt an das weibliche Geschlecht denken. Warum auch Eier als potenzsteigernd gelten, kannst du dir nun sicher auch denken, oder?

Wenn du dir und deiner Partnerin einen Essensgang vorbereitest, der Lebensmittel wie die genannten enthält, solltest du darauf achten, wie Gurken und Co ihre Wirkung entfalten.

Wenn du das Gefühl hast, mit deiner Partnerin nicht ein heißes Gespräch zu dem Thema führen zu können, denke dir einfach deinen Teil und merke, wie schmutzig deine Gedanken plötzlich werden.

Andere bekannte Aphrodisiaka sind solche, die angenehm riechen und eine prickelnde Stimmung hervorrufen. Dazu gehören beispielsweise Salbei, Sandelholz und Rosen. Wenn du das Gefühl hast, dass diese Gerüche dich und deine Partnerin in eine anregende Stimmung bringen könnten, nur zu! Viele Frauen schätzen es, wenn der Raum angenehm duftet. Mysteriöse Hormonausschüttungen lösen diese Düfte allerdings nicht aus. Die Wirkung dieser Mittelchen wurde größtenteils aus Zeiten überliefert, in denen Deodorants und tägliche Waschgänge nicht besonders verbreitet waren. Heute jedoch können Myrrhe und Co. kaum noch die erotische Stimmung im Schlafzimmer erregen. Sie sind keine Besonderheit mehr und können das Gefühl von Luxus und Wohlergehen nicht mehr so stark auslösen wie früher.

Eine weitere Gruppe solcher Lustmacher sind Lebensmittel, die unmittelbar mit dem Liebesakt in Verbindung gebracht werden. Dazu zählen Honig, flüssige Schokolade, Erdbeeren, Sekt und so weiter. Verwöhnst du deine Partnerin also mit knallroten heißen Kirschen auf sahnigem Vanilleeis während du ihr unanständige Dinge ins Ohr flüsterst oder leckst ihr süßen Honig von den Brüsten, wird die Wirkung dieser Lebensmittel nicht lange auf sich warten lassen.

Lass auch zu, wenn sie das Steuer übernimmt und dir die Ehre erweisen will.

Kommen wir nun endlich zu Lustmachern, die auch einen tatsächlichen Einfluss auf den Körper des Mannes haben, wenn er nicht weiß, was sie können. Eine Menge Drogen haben sich im Laufe der Zeit als Aphrodisiaka etabliert. Alkohol und Cannabis sind dabei wohl die bekanntesten. Während das im Cannabis enthaltene THC den Körper und Geist entspannt, wird auch die Empfänglichkeit für Sinnesreize gesteigert. Alkohol andererseits setzt die Hemmschwelle niedriger, sodass schneller die Lust auf Sex da ist. Zu viel von Drogen dieser Art, sind natürlich nicht nur deshalb schlecht, weil sie letztendlich gegen die eigene Standhaftigkeit wirken, sondern auch weil sie den Partner unangenehm abschrecken.

Zu guter Letzt wollen auch noch die „echten“ Aphrodisiaka vorgestellt werden, die durchaus mit der Leistung von Viagra und Co mithalten können. Damiana ist dabei wohl die Light-Version. Das aus Südamerika stammende Kraut wurde dort von den Mayas entweder geraucht oder als Extrakt getrunken. Inzwischen ist es natürlich auch in anderen Formen erhältlich. Wissenschaftliche Nachweise stehen der durchblutungsfördernden Damiana noch kritisch gegenüber, viele Männer teilen allerdings ihre Begeisterung in Foren und Erfahrungsberichten mit.

Yohimbe auf der anderen Seite hat schon viele Untersuchungen durchmachen müssen und wurde als überaus wirksam eingestuft. Ähnlich wie Viagra wirkt das in der Rinde des afrikanischen Baums enthaltene Yohimbin auf den Blutfluss im Unterleib ein, sodass ein harter Ast nicht lange auf sich warten lässt. Vor einer hohen Dosierung des Mittels wird allerdings stark abgeraten, weil es sonst zu erheblichen Nebenwirkungen kommen kann.

Aphro-Abend

Wir haben dir nun erklärt, wie die meisten Aphrodisiaka wirken und dass letztendlich dein Kopf die größte Auswirkung auf dein Glied hat (rein krankheitsbedingte Erektionsstörungen seien an dieser Stelle ausgeschlossen). Wenn du dich und deine Partnerin noch einmal richtig in Schwung bringen willst, raten wir dir, Sekt und Schokosauce bereits zu legen, während ein ansprechendes Gericht auf dem Herd bruzzelt. Lass dich von deiner Fantasie und von deiner Lust leiten – deine Partnerin wäre wirklich ein Dummkopf, wenn sie bei so einem heißen Event nicht mitzieht…

Hier sind noch ein paar Anregungen für einen gelungenen Aphro-Abend

1.) Wie wäre es also mit einer leckeren Obschale mit Bananen, Feigen und Erdbeeren gereicht mit einem Glas Sekt?

2.) Oder einem Abstecher in ein gehobenes Restaurant, wo ihr gemeinsam Austern schlürft und anschließend geht ihr in ein unanständiges Kino?

3.) Wie wäre es mit einer Spargelcreme-Suppe, die ihr in einer angenehm warmen Wohnung gemeinsam nackt zubereitet, während eure Lieblingsmusik im Hintergrund läuft?

Lass deinen Gedanken freien Lauf und bereite dir und deiner Partnerin einen inspirierenden, entspannten Abend, der am Ende heißer ist als euer Tellerinhalt.

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