Neues Jahr, neuer Job?

Das neue Jahr ist jetzt zwei Wochen alt und wenn ich mich so umschaue, wird mir klar, dass gefühlte 95% aller Menschen ihre guten Vorsätze längst über Bord geworfen haben!

Wie sonst ist es möglich, dass mir morgens, mittags und abends die gleiche Anzahl unglücklicher Menschen begegnet wie sonst auch?

Da ich selber das „Glück“ habe, selbstständig (von zuhause aus) arbeiten zu können, bin ich selten unter Zeitdruck, habe keine absurden Deadlines und brauche mich auch nicht durch den Straßenverkehr zu quälen.

Beschäftigen wir uns mit der Frage, ob ein verspäteter Vorsatz wie „Schluss damit, ich suche mir jetzt einen Job, der mir wirklich Spaß macht!“ nicht vielleicht auch für dich angebracht wäre.

Eine persönliche Anekdote (mal wieder)

Ich gestalte seit einigen Jahren Internetseiten, um sie dann zu vermarkten. Damit verdiene ich mein täglich Brot.

[statistik ueberschrift=“Stand: 01.01.2012″]Unser kostenloses Männermagazin erreicht mittlerweile ~350 Menschen pro Tag, ohne Marketing, ohne Pressemitteilungen, ohne TV-Werbung.[/statistik]Allerdings habe auch ich mit Motivationsproblemen zu kämpfen gehabt, war oft schlecht drauf und habe die Gründe dafür in meiner Umwelt gesucht.

Als mir im Mai 2011 die Idee für ein „neues Männermagazin“ kam (du liest es gerade), hat sich einiges verändert.

Die Arbeit am Magazin macht mir sehr viel Spaß – im Gegensatz zur täglichen Routine mit reinen Werbeseiten, in denen kein Herzblut, sondern nur kalter Schweiß steckte!

Die Konsequenz: Auch meinen Lesern (z.B. dir) macht es ebenfalls mehr Spaß, auf der Seite zu verweilen, sich auf Diskussionen über das Thema Männlichkeit einzulassen und die Botschaft z.B. per Facebook in die Welt zu tragen!

Mein Fazit: Obwohl ich die gleiche Art von Arbeit verrichte, habe ich mehr Spaß dabei. Das liegt einfach daran, dass mir dieses Thema eher liegt als beispielsweise das ausgelutschte Feld der Yoga-Seiten.

Bist du reif für einen neuen Job?

Was ist mit dir? Welches Gefühl hast du morgens am Frühstückstisch oder auf der Fahrt zur Arbeit? Freust du dich darauf?

Die meisten meiner Bekannten und Freunde sind keine Selbstständigen, sondern Angestellte.

[amazon_rechts][/amazon_rechts]In Gesprächen mit ihnen schwingt Unmut mit, nicht bei allen, aber bei vielen. Sie verrichten den Großteil ihrer Zeit Arbeiten, die sie nicht für sinnvoll erachten oder die sie schlicht nicht erfüllt.

Vermessen antworte ich auf die obligatorischen Leidensbekundungen: „Dann such‘ dir doch einen neuen Job!“

Das wiederum erzeugt nicht selten Aggressionen; ich hätte ja gut reden, weil ich machen könne, was ich will.

Stimmt. Aber bin ich wirklich freier als jemand, der einem Chef und dessen Ideal unterstellt ist? Vielleicht. Wenn ich mich jedoch an ein neues Projekt wage, gehe ich das gleiche (finanzielle) Risiko ein wie jemand, der seinen verhassten Job kündigt und sich nochmals auf die Suche macht.

Zwei Wochen ist das Jahr 2012 alt und die ambitionierten Träume vieler Freunde sind schon wieder dahin. „Nächstes Jahr mache ich alles anders!“ – von wegen.

Also: Was ist mit dir? Erfüllt dich deine Arbeit oder bist du reif für einen neuen Job?

Von der Versklavung zur Selbstbestimmung

Nicht dein Chef ist der Grund für deine wachsende Unlust am Schreibtisch, auch nicht der morgendliche Straßenverkehr und ganz bestimmt nicht dein Vater, in dessen Fußstapfen du damals mit deiner Ausbildung getreten bist.

[buchtipp ueberschrift=“Buchtipps:“]

[/buchtipp]Die gefühlte Versklavung ist dein Problem und nur du kannst es lösen. Wenn du überhaupt willst.

Auch meine Bekannten und Freunde haben tolle Pläne, glauben jedoch, dass sie sich nicht mit ihrer täglichen Arbeit in Einklang bringen lassen.

Meine Frage lautet dann immer: „Was hindert dich denn daran?“

Die Antwort darauf spare ich mir und gebe die Frage einfach an dich weiter.

Zur Selbstbestimmung gehört nicht unbedingt die sofortige Kündigung, sondern das sorgsame Abwägen von Vor- und Nachteilen für deinen aktuellen Status Quo.

In vielen Fällen ist das sogenannte „Hinschmeißen“ eines Jobs sicher die richtige Lösung, meist reicht allerdings schon eine kleine Veränderung der Alltagsgewohnheiten, um mehr Spaß im Job zu haben.

Wie gesagt: Auch ich gestalte immer noch Webseiten und schreibe Artikel für meine Leser, ich arbeite sogar mehr als vor meiner grandiosen Idee! Aber der Inhalt meiner Arbeit ist ein anderer geworden.

Es geht auch ohne die Kündigung

Du hast sicherlich irgendeine Art von Ausbildung oder Lehre hinter dir und vermutlich hast du diesen Weg gewählt, weil du dir davon ein schönes Leben versprochen hast.

[linktipp ueberschrift=“Psychotest:“]Mit unserem neuen Psychotest kannst du herausfinden, ob es Zeit zum Wechseln ist. Ist dein Job der Richtige für dich?[/linktipp]Wenn du dich auf gut Deutsch beschissen mit deiner Entscheidung fühlst, musst du nicht unbedingt eine zweite Ausbildung anfangen – es reicht vielleicht schon aus, die Firma zu wechseln und dennoch die gleiche Arbeit auszuüben.

Vielleicht hilft es auch, nur noch halbtags zu arbeiten und an einem anderen „Traumprojekt“ weiterzuarbeiten, das du dir ständig versagst, weil du Angst hast, die Leasinggebühren für dein schickes Auto nicht mehr bezahlen zu können.

Oder du sorgst noch heute dafür, dass dich die äußeren Umstände nicht mehr aus der Bahn werfen und sprichst mit denjenigen Menschen, die an deiner unglücklichen Situation beteiligt sind.

Bild (C) 123rf.com


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