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Männlicher verhandeln: So gibst du Kompromissen einen Arschtritt

von maennlicher.de am 1. März 2012

Du willst etwas und andere wollen etwas anderes.

Kein Problem, so läuft das in unserer Welt.

Ein Problem wird es, wenn du etwas willst, was jemand anderes eben nicht will. Oder umgekehrt.

Beispiel: Du willst ein Fußballspiel mit deinen Freunden gucken, deine Freundin will mit dir in ein schickes Restaurant gehen.

Vielleicht hast du es schon erlebt, vielleicht auch nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass die simple Beispielsituation zu Problemen führt, ist ziemlich hoch.

Wir zeigen, wie du aus der Misere wieder rauskommst.

Bück dich Fee, Wunsch ist Wunsch!

Wenn du deine Vorstellungen von einem idealen Abend durchsetzen willst und bei der Verhandlung mit deiner Partnerin nicht immer den Kürzeren ziehen möchtest, musst du Haltung annehmen.

Erinnerst du dich an deine Grundausbildung beim Bund? Falls nicht: Es geht darum, gerade zu stehen und gerade stehen zu bleiben.

Beobachte dich selbst einmal, wenn du bei einer Verhandlung in Not geraten bist. Du schrumpfst ein wie dein bestes Stück im Winter.

Dein Gegenüber denkt sich dann ganz passend: Wunsch ist Wunsch, der steht ohnehin nicht mehr auf.

Sprich deutlich oder besser: eindeutig und deutlich

Du willst bei Verhandlungen die Oberhand behalten? Du musst männlicher sprechen lernen. Du musst deine Stimme kontrollieren und sie als Instrument nutzen.

Wenn dein Körper die Rockband ist, dann muss deine Stimme die Sologitarre sein, die das Publikum so sehnlich erwartet.

Deutlichkeit hat nichts mit Lautstärke zu tun. Du kannst mit einem überraschenden Flüstern ein ganzes Stadion voller kreischender Menschen dazu bewegen, den Mund zu halten und zu lauschen.

Du musst lernen, wie du deine Stimme so kontrollieren kannst, wie du es brauchst.

Das lernst du am besten, indem du es tust. Einen Spiegel besitzt wohl jeder moderne Mann und täglich 5 Minuten Zeit wirst du dir auch freischaufeln können.

Sprich mit dir selbst, denn du bist dein schwierigster Gesprächspartner.

Planung ist nötig, bringt aber nichts

Ein Gespräch zu planen ist ein ambitioniertes Vorhaben. Es spricht nichts dagegen, denn eine minutiöse Planung wird dir vermutlich Sicherheit geben.

Mehr aber auch nicht. Du kannst nicht voraussagen, wie dein Gesprächspartner auf deine Argumente reagieren wird. Egal, wie gut du sie vorbereitet hast.

Es ist gut, wenn du deine Argumente vorher im Kopf ausarbeitest und – im Ernstfall – darauf zurückgreifen kannst. Wichtiger ist jedoch, einen kühlen Kopf zu bewahren und auch spontan auf plötzliche Gesprächswendungen reagieren zu können.

Deine Argumente können noch so schlüssig sein – wenn deine Freundin sie nicht hören will und Streit sucht, um das Thema zu wechseln, dann musst du klug handeln.

Auch beim Autokauf (Autoverkäufer sind tolle Sparring-Partner, um das Verhandeln zu lernen) musst du spontan reagieren können. Wenn der Verkäufer nämlich merkt, dass du ein “harter Brocken” bist, dann wird er versuchen, Themen zu finden, bei denen er die Oberhand behalten kann.

Dass du ursprünglich ein Auto kaufen wolltest, vergisst du in solchen Stresssituationen eventuell schneller als dir lieb ist.

Bereite dich also auf das Gespräch vor – erzwinge jedoch nicht den Verlauf, sondern bleibe flexibel. So kann man dich nicht auf etwas festnageln.

Männlicher verhandeln ist reine Kopfsache

Wenn du dir einredest, dass es abends wieder Streit geben wird, weil du und deine Freundin unterschiedliche Ansichten bezüglich eines “perfekten Abends” haben – dann wird es Streit geben.

Wenn du allerdings mit einer vernünftigen Einstellung an das brisante Thema herangehst, wirst du Erfolg haben.

Kompromisse sind scheiße. Lass dich nicht auf diese Spielchen ein. Kompromisse sind nicht nötig, wenn man richtig verhandelt.

Mit Kompromissen wird niemand glücklich. Wenn du mir das Gegenteil beweist, klopfe ich dir auf die Schulter und überweise dir 100,- Euro auf ein beliebiges Bankkonto.

Kompromisse werden geschlossen, damit man endlich Ruhe hat. Aber am Ende wurmt es dich, dass du wieder nachgegeben hast.

Im obigen Beispiel könnte man sich darauf einigen, erst das Fußballspiel zu gucken und dann ins Restaurant zu gehen. Das wäre ein Kompromiss. Was aber, wenn du mit deinen Kumpels nach dem Spiel den Auswärtssieg in der Kneipe feiern willst?

Du gehst mit ihr ins Restaurant und – ich wette hohe Beträge auf die folgende These – der Abend endet im Streit.

Besser wäre es, klar zu sagen, dass heute ein Männerabend ansteht. Und dass das Restaurant auch morgen noch geöffnet hat.

So einfach ist das.

Bild (C) 123rf.com

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