Kaffee, Kippe, Korn – Deutschlands liebste Muntermacher

Morgens halb zehn in Deutschland: Die nervtötende Werbung im TV ist irreführend.

Die meisten Deutschen pumpen sich schon kurz nach dem Aufstehen mit einer der beliebten K-Drogen voll: Kaffee, Kippe oder Korn.

Manche kombinieren sogar fleißig – man muss ja schließlich fit werden.

Dass man durch den Konsum fragwürdiger „Arzneien“ fit wird, dürfte niemand ernsthaft glauben.

Warum rauchen, schlürfen, saufen wir dann ständig?

Der Mann im Drogensumpf

Es ist in diesem Land unfassbar einfach, an Drogen heranzukommen. Dem Konsum sind keine Grenzen gesetzt, der Staat verdient fleißig mit.

Männer jeden Alters stecken fest in diesem Drogensumpf.

Irgendwie spürt man, dass das alles nicht gesund sein kann, aber – man muss ja schließlich fit werden.

Findest du es nicht absurd, dir nach dem Frühstück oder gar davor eine Kippe anzustecken?

Zweifelst du nicht auch manchmal an dir, wenn du erst einmal zwei Tassen Kaffee brauchst, um den Arbeitstag würdig und ohne halb geschlossene Augen zu beginnen?

Oder abends, nach dem Job: Kneipe, Disco, Couch – irgendwo wird immer gesoffen.

Aufstehen, Aushalten, Abschalten

Irgendwas läuft schief in unserer Gesellschaft. Wie kann es sein, dass wir uns zu Sklaven der legalen Drogenmafia machen und beispielsweise andere Stimulantien so sehr verurteilen?

Erst vor einigen Tagen hat Angela Merkel mit ihrem Marketing-Team das Projekt „Dialog über Deutschland“ ins Leben gerufen. In der Kategorie „Wie wollen wir zusammenleben?“ findet sich an zweiter Stelle der Aufruf zur Legalisierung bzw. Entkriminalisierung von Cannabis (initiiert vom Deutschen Hanfverband).

Genau die Leute, die sich morgens als erste Amtshandlung eine Ladung Kaffee, Kippen oder Korn reinpfeifen, platzen fast vor Wut und wollen die „verblödeten Kiffer“ noch härter rannehmen.

Irgendwie passt das nicht zusammen, oder?

Was wäre der Deutsche ohne Drogen?

Hand aufs Herz: Kannst du dir als Kaffee-Gourmet vorstellen, in Zukunft auf das schwarze Gold zu verzichten?

Oder – falls noch keine Gelegenheit hattest, um Nichtraucher zu werden: Würde dir ein Leben ohne den Glimmstängel Spaß machen?

Oder – kommen wir zur wohl asozialsten Droge – kannst du dir vorstellen, beim nächsten Kneipenabend genüsslich an einem Glas Wasser zu nippen?

Vermutlich nicht.

Allerdings frage ich mich, wie es so kommen konnte.

Ich gebe die Frage an dich, unseren (hoffentlich treuen!) Leser, weiter.

Über einen kleinen Diskurs zum Thema Drogenbewusstsein würde ich mich sehr freuen.

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