Die Techniktrends im Jahr 2012

Falls 2012 die Welt nicht untergeht, erwarten uns tolle Innovationen im Technik- und Technologiebereich.

Fünf interessante Techniktrends für das neue Jahr möchten wir hier kurz vorstellen.

Uns ist natürlich bewusst, dass noch viele weitere Highlights im Jahr 2012 erscheinen werden, aber für diesen Artikel sollen News zu Flattr, Rolls Royce, HTML5, den Ultrabooks und dem Fusionsreaktor ITER reichen.

Interessant wäre auch, von dir zu hören, was du für 2012 in Sachen Technik und Technologie erwartest.

Flattr – Micropayment ist „in“

Hä? Micropayment? Nein, keine Sorge, wir diskutieren hier nicht dein Gehalt, sondern eine relativ neue Bezahlmethode.

Nehmen wir als Beispiel unser eigenes Magazin: Wenn dir die Inhalte hier gefallen und du gern ein paar Cent in uns investieren möchtest, damit wir auch weiterhin lesenswerte Artikel bieten, dann kannst du dich bei Flattr anmelden und in Zukunft auf vielen Internetseiten mit nur einem Klick etwas an die Urheber „spenden“.

Wie Flattr genau funktioniert und warum es die direkten Bezahlmethoden wie Paypal und die indirekten Bezahlmethoden durch nervige Bannerwerbung ersetzen könnte, erfährst du im folgenden Video:

Wir glauben, dass intelligente und userfreundliche Micropayment-Lösungen in Zukunft eine große Rolle spielen werden.

In der Theorie klappt das alles auch schon ziemlich gut, jedoch kommen die meisten Spenden aus den Bereichen der IT. Nur wenige „Otto-Normal-Verbraucher“ haben überhaupt von Flattr & Co. gehört.

Vielen ist auch das Konzept zu kompliziert, aber wir möchten es dennoch als einen Techniktrend für das neue Jahr 2012 vorstellen.

Öko-Luxux: Rolls Royce wird grüner

Eine Nachricht, die uns vor ein paar Wochen stutzig gemacht hat: Rolls Royce plant, das Flaggschiff „Phantom“ als Elektroauto zu vertreiben.

Bisher gibt es lediglich Studien und einige wenige Konzeptfahrzeuge, bei denen das Original-Phantom-Modell als Vorlage für die Forschung mit elektrischen Antrieben herhält.

Dir ist sicherlich auch schon aufgefallen, dass sich die TV-Werbung für Autohersteller stark in Richtung „Eco-Betrieb“ bewegt.

Das ist eine tolle Sache, denn nur weil unsere misshandelte Erde bis jetzt noch nicht als glühender Feuerball explodiert ist, bedeutet das nicht, dass es bald richtig knallen könnte…

Faszinierend an dieser Entwicklung ist doch, dass die Marke Rolls Royce als Vorreiter in Sachen Luxus und Spritverbrauch so modern geführt wird.

HTML5 – die Zukunft des WWW?

Die wenigsten sogenannten „Endverbraucher“ verstehen, wie eine Internetseite funktioniert. Ein Großteil surft immer noch mit langsamen, inkompatiblen und unsicheren Browsern im Netz, ohne sich großartig Gedanken darüber zu machen.

[info ueberschrift=“Was bedeutet HTML?“]HTML steht für Hypertext Markup Language und ist (für Endanwender unsichtbar) die Grundlage fast jeder Internetseite.[/info]HTML5 selbst wird daran natürlich nichts ändern – da es jedoch als neuer Webstandard gehandelt wird, sind die Browserhersteller gezwungen, moderner zu werden.

HTML5 bietet viele neue Features, die dem „ganz normalen“ Surfer tolle Vorteile bringen:

  • Verzicht auf Browser-Plugins, denn die können durch sogenannte HTML-Tags ersetzt werden
  • Insbesondere die fehler- und performanceanfälligen Flash-Banner und -Spielchen gehören bald endlich der Vergangenheit an
  • Der neue HTML-Standard sorgt für flexible Webseiten, die ohne Probleme sowohl am PC zuhause als auch unterwegs auf iPad, iPhone und sonstigen mobilen Geräten dargestellt werden können
  • HTML5 ist leichter zu erlernen, da alles logischer aufgebaut ist als in Version 4.01

Folgende Browser sind übrigens jetzt schon für die Zukunft des WWW gerüstet: Chrome, Firefox, Safari und Opera.

Falls du gerade mit dem Internet Explorer herumsurfst, solltest du schon jetzt an einen Umstieg denken :-)

Ultraflach & ultraschnell: Ultrabooks

Der Name ist fast so bescheuert wie beim mittlerweile als Auslaufmodell gehandelten „Netbook“, der Sinn dahinter jedoch auch für Techniklaien verständlich.

Das MacBook Air hat es vor ein paar Jahren vorgemacht – hohe Performance kann auch bei minimalistischer Bauweise garantiert werden.

Die Technik ist längst so weit fortgeschritten, dass wir alle nur noch mit irgendwelchen „Pads“ wie in Star Trek Voyager herumlaufen könnten. Der Markt ist da etwas langsamer als unsere Fantasie.

Hier ein Beispiel:

Zu den Toptrends dürften jedoch im Jahr 2012 auf jeden Fall die sogenannten Ultrabooks im Stil von Apples MacBook Air gehören. Wir sind gespannt, ob Apple auch hier wieder den Zeigefinger erhebt und frech behauptet, diese Idee sei auf ihrem Mist gewachsen.

Wir dürfen uns sowohl auf eine Flut an neuen, sparsamen und pfeilschnellen Geräten gefasst machen als auch auf eine vermutlich halsbrecherische Klagewelle aus den Lagern Apple, Google, etc.

ITER – Kernfusionsenergie möglich machen

[info ueberschrift=“ITER steht für:“](engl.) International Thermonuclear Experimental Reactor[/info]Laut Expertenmeinungen wird die kommerzielle Energiegewinnung durch Kernfusionskraftwerke frühestens im Jahr 2050 möglich sein.

Je mehr Menschen jedoch den Schrecken vor dem Wort „Kernenergie“ verlieren, desto schneller wird es gehen.

Die Angst nämlich vor einem weiteren Fukushima oder gar Tschernobyl ist in den Köpfen fest verankert. Dass es sich bei der sogenannten Fusionsenergie um etwas völlig anderes handelt als bei klassischen „Brütern“, ist kaum jemandem bewusst.

[linktipp]http://de.wikipedia.org/wiki/ITER[/linktipp]Das Projekt ITER verschlingt Milliarden – nennenswerte Erfolge konnten bei den Experimenten leider noch nicht erzielt werden.

Der Reaktor steht übrigens in Cadarache (Frankreich). An der Unternehmung sind die Europäische Atomgemeinschaft, Japan, Russland, Volksrepublik China, Südkorea, Indien und USA beteiligt; ein wirklich internationales Projekt also.

Wir möchten der Informationsverbreitung zum Thema hiermit einen kleinen Tritt in den Allerwertesten verpassen und deklarieren auch diese noch in der Zukunft liegende Technologie als einen Trend im Jahr 2012.

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