5 Tipps gegen den Burnout

Fühlst du dich manchmal schwach, leicht reizbar und antriebslos? Ist dein Job die reine Routine? Fühlst du dich, als ob es keinen Unterschied macht, ob du nun morgens dort erscheinst oder nicht?

Wenn du ohne zu zögern „Ja“ sagst, hast du ein Problem.

Immer häufiger kommt es vor, dass Menschen, die voller Enthusiasmus, einem Düsenjet gleich, in ihren Job starten, schon nach wenigen Jahren (oder gar Monaten) ganz plötzlich auf der Psychiatercouch ihres Vertrauens landen. Grund: Burn-Out.

UPDATE: Wir haben zum Thema Burnout ein Video bei Youtube.com hochgeladen, viel Spaß beim Anschauen!

So sieht’s aus

Oft sind es die gleichen Menschen, die zuvor noch gescherzt haben, dass das Bisschen Arbeit ja wohl niemanden in den Wahnsinn treiben könne und alles nur Anstellerei sei. Während sie jedoch Witze wie diese machen, sagen sie noch 3 Aufträgen für die Woche zu, übernehmen einen Teil der Arbeit von einem kränkelnden Kollegen und versprechen dem Chef, sich ein wenig um den Praktikanten zu kümmern. Ist ja alles kein Problem.

[statistik ueberschrift=“Männerprobleme:“]Forsa-Umfrage: 28 Prozent der befragten Männer gaben an, dass das Privatleben unter der Arbeitsbelastung leide. (Quelle: Statista / Brigitte Balance)[/statistik]Richtig, in der ersten Zeit. Danach erscheinen den meisten Workaholics langsam kleine Teufelchen, die ihnen flüstern, dass sie zu viel arbeiten, dass es nicht so ist, wie sie es sich vorgestellt haben, dass kein Raum für persönliche Entfaltung da ist.

Dass sie austauschbar sind.

Diese voranschreitende Desillusionierung führt daher nach und nach zu großer Unzufriedenheit. Das Schlimme ist, dass viele Betroffene sich gar nicht darüber bewusst sind, dass eigentlich schlechte Arbeitsbedingungen die Ursache ihrer Unzufriedenheit sind und lassen Freunde, Bekannte und vor allem sich selbst auch darunter leiden.

Der Moloch und du

Doch woher kommt der Burn-Out? Das gabs doch früher nicht, oder?

[info ueberschrift=“Moloch:“]Eine gnadenlose, alles verschlingende Macht, im zivilisationskritischen Sinne auf Metropolen angewandt. (Quelle: Wikipedia)[/info]Erstmals richtig bekannt wurde das Burn-Out-Syndrom um 1960, allerdings ist schon seit Shakespeares Zeiten Überarbeitung („to burn out like a candle“) eine anerkannte Todesursache. Es gab also vermutlich schon immer Menschen, die an ihrer Arbeit krepiert sind.

Verantwortlich dafür ist neben schlechten Arbeitsbedingungen (Unterforderung, Überforderung, Chaos, eine scheinbar sinnlose Aufgabe) natürlich auch der Betroffene selbst, denn oft bringen ihn erst übertriebener Perfektionismus, schlechtes Selbstmanagement und die Unfähigkeit, auch einmal „Nein“ zu sagen richtig in die Bredouille.

Wenn du verhindern willst, dass der Moloch dich verschlingt, musst du frühzeitig handeln und dein Leben so ausrichten, dass du für dich mehr bist als die Arbeit, die du verrichtest.

Ein Buchtipp für den Ernstfall

Jeder Mann, der die sogenannte Work-Life-Balance nicht mehr aufrecht halten kann, sollte sich über den Status Quo Gedanken machen.

[amazon_rechts][/amazon_rechts]Das Burnout-Syndrom wird verharmlost und im immer häufiger auftretenden Ernstfall verschreiben dir die „Fachärzte“ dubiose Pillen oder gar eine völlig unreflektierte und standardisierte Psychotherapie.

In den meisten Fällen fehlt es – so Dr. Manfred Nelting von der Gezeiten Klinik in Bonn – an Achtsamkeit dir selbst gegenüber.

Sein Buch Burn-out – Wenn die Maske zerbricht hat sich in nur wenigen Monaten seit der Veröffentlichung im Oktober 2010 zum Bestseller entwickelt.

Hier der prägnante Trailer zum neuen Standardwerk:

5 Tipps gegen Burn-Out

1.) Chill-Out: Nimm dir Zeit für dich. Tu, was du am liebsten in deiner Freizeit tust. Lass auch deine Freunde mal außen vor und mach was alleine. Denk immer daran: wenn es deine Freunde sind, verstehen die, wenn du Auszeiten brauchst, um dich zu regenerieren. Und wo wir schon dabei sind: Gewöhn dir ab, jede freie Minute in deinem Kalender zu verplanen, in der ersten Zeit magst du gelangweilt sein, aber bald wirst du diese Freiräume wahrlich zu genießen wissen.

2.) Sei realistisch: Eine Menge Burn-Out Patienten geben an, dass sie unrealistische Vorstellungen von sich und ihrer Arbeitskapazität hatten und demnach immer mehr schaffen wollten als überhaupt möglich war. Sei schlauer als sie und verrichte nur noch Arbeits-Mengen, die du auch realistisch schaffen kannst.

3.) Lass die Arbeit im Büro: Für die Zeit, in der du zu Hause über deinen Job nachdenkst, wirst du nicht entlohnt. Lass es also lieber ganz sein mit der Arbeits-Grübelei und gestalte stattdessen deine Freizeit wertvoller.

4.) Sei sinnvoll: Mach dir erneut bewusst, welchen Job du überhaupt zu leisten hast und was der Sinn dahinter ist. Kommst du zu der Konklusion, dass dein Schaffen weder für den Betrieb noch für dich selbst in irgendeiner Weise sinnvoll ist, kann ein Job-Wechsel besser wirken als 3 Jahre Psychotherapie.

5.) Übernimm Verantwortung für dich: Letztendlich hat der Betrieb keine Schuld daran, wenn du ausbrennst, die haben ja keine Ahnung davon, was du leisten kannst und was nicht – vermutlich denken „die“ nicht einmal näher darüber nach. Steh also für dich ein, sei ein Mann und sag auch einmal „Nein“, wenn es dir zu viel wird. Du hast deine Lunte schließlich selbst in der Hand und kannst so entscheiden, ob oder wie schnell sie dir abbrennt.

Bild (C) 123rf.com


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