Jörg Andreas Kachelmann – Mann der Woche (22 / Zweitausendelf)

Jörg Kachelmann wurde heute, am 31.05.2011, im Indizienprozess freigesprochen.

Nachdem der Prozess nun mehr als neun Monate gedauert hat, wurde der Aufforderung der Staatsanwaltschaft, eine Haftstrafe von über vier Jahren für den beliebten Fernsehmoderator auszusprechen, glücklicherweise nicht nachgekommen!

Das macht zwar einige Leute unglücklich, aber wir empfinden Erleichterung darüber, dass in diesem medienwirksamen Vergewaltigungsprozess „Klartext“ gesprochen wurde. Jörg Kachelmann kann sich nun wieder auf sein Leben, seine Frau und sein Unternehmen konzentrieren.

Kurzbiographie von 1983 – 2010

Jörg Kachelmann hatte sich schon als Jugendlicher ganz der Meterologie („Wetterkunde“) verschrieben und studierte das anspruchsvolle Thema als Nebenfach an der Universität Zürich.

Kurz vor seinem Examen brach er das Studium ab und schlug einen Weg als Journalist ein. Er begann seine Karriere beim „Sonntagsblick“.

Trotz abgebrochenem Studium widmete er sich (seit 1989) weiterhin dem Wetter von morgen und stellte in einer selbst eingerichteten Wetterstation entsprechende meterologische Berechnungen an.

1991 gründete Kachelmann die Meteomedia AG, die heute mit über 100 Mitarbeitern und mehr als 700 privaten Wetterstationen in Deutschland, der Schweiz und weiteren europäischen Staaten zu den einflussreichsten Wetterdatendienstleistern gehört.

Bekanntheit erlangte Jörg Kachelmann durch seinen lässigen Kleidungsstil und sein Talent, total langweilige Fakten (das Wetter) ein wenig „peppiger“ zu kommunizieren.

Er machte das Wetter bei der ARD und bei Südwest 3 im TV, bei diversen Radiosendern ist er auch heute noch regelmäßig als Wettermoderator vertreten.

Ein Verbrecher als Mann der Woche?

Ist Jörg Kachelmann denn tatsächlich ein Verbrecher? Ein brutaler Sexualstraftäter, der eigentlich hinter Gitter gehört? Oder ist er unschuldig und Opfer einer Racheaktion geworden?

Er selbst weist sämtliche Vorwürfe zurück, wirklich schlau wird man auch nach neun Monaten und mehr als 50 Verhandlungstagen nicht.

Um Licht ins Dunkel der haarsträubenden Verhandlungen vor Gericht zu bringen, hat sich Thomas Knellwolf Stift und Papier geschnappt und bringt im Juni 2011 Die Akte Kachelmann – Anatomie eines Skandals heraus.

Wir sind gespannt, wie es nun mit Jörg Kachelmann weitergeht und wünschen ihm, dass er sich nun – von dem Stress und dem Bangen vor einer Inhaftierung befreit – wieder ganz seinem eigenen Leben widmen kann.

Wir zeichnen ihn als Mann der Woche aus, weil er stets die Ruhe bewahrt hat, obwohl ihm so schlimme Vorwürfe gemacht wurden.

Ganz im Gegensatz zur Anklägerin verhielt sich Kachelmann fair und „stand seinen Mann“ – außerdem fand er sogar Zeit, während all der Turbolenzen zu heiraten. Wer ihm auch daraus einen Strick drehen möchte, sollte in Zukunft nur noch die EMMA lesen.

Spezial: Alice Schwarzer schimpft weiter

Ganz selbstverständlich und im typisch arroganten Ton kommentiert Alice Schwarzer den Sachverhalt anmaßend zynisch mit den Worten: „Ein Freispruch, auf den Herr Kachelmann nicht stolz sein kann.“

Was meinst du dazu? Ist der Freispruch gerechtfertigt? Oder befürwortest du Frau Schwarzer’s Skepsis?