Der philosophische Sonntag: Warum die angestrebte Frauenquote für den Arsch ist

Es ist Sonntag und ein Großteil unserer Leser schläft gerade seinen Rausch vom Wochenende aus. So vermuten wir jedenfalls.

Wir glauben jedoch auch, dass einige aufgeweckte Männer schon jetzt das Internet nach interessantem Lesestoff durchforsten.

Hier unsere zweite neue Serie, immer sonntags und immer ein bisschen daneben: Der philosophische Sonntag.

Das heutige Thema: „Warum die angestrebte Frauenquote für den Arsch ist“

Vorbemerkung: Ursula, oh, Ursula!

Bei der Analyse der übrigen Webseiten und Blogs, die sich mit diesem Thema befassen, ist uns aufgefallen, dass am eigentlichen Kern der Sache vorbeigequatscht wird.

Ursula an den Pranger zu stellen ist nicht mehr nur unreif, sondern schlicht dumm.

Man kann doch nicht ernsthaft erwarten, dass eine Marionette etwas anderes tut als das, was der Puppenspieler mit geschickter Handführung vorgibt!

Ursula, Mutter von einem Kiga voller Kinder, will für alle das Beste – vor allem für sich selbst.

Die Frauenquote versklavt unsere Gesellschaft

Wollen wir also in die Problematik einsteigen und kurz herausfinden, wieso eine Frauenquote alles noch schlimmer macht.

Lieber Leser, natürlich können wir nicht ahnen, wie du zu dem Thema stehst. Aber: Wir hoffen inständig, dass du zu denjenigen Menschen gehörst, die erkennen, wie unwichtig eine völlig fiktive Prozentzahl ist.

Es geht in unserer deutschen Gesellschaft schon seit Jahren um das Verhältnis Mann-Frau bzw. Frau-Mann.

Es gibt die sogenannte Genderforschung und ganze Studiengänge und Berufszweige haben sich zu dieser Thematik gebildet. Allesamt für die Tonne, wenn man uns fragt.

Neben dem allgegenwärtigen (und fein-säuberlich in den Medien schöngeredeten) Klassenkampf zwischen Armen und Reichen gibt es einen Nebenkriegsschauplatz, auf dem aggressive Emanzen und verbohrte Chauvinisten sich zum verbalen Schlagabtausch treffen.

Sie bekriegen sich mit Floskeln und längst obsolet gewordenen Fakten.

Die Frauenquote ist eine weitere Stahlkugel plus Kette an unseren Beinen. Nicht nur an den Beinen der Männer, die sich ignorant gegen die erstrebte Offenheit am Arbeitsmarkt sträuben – nein, auch an den glattrasierten Karrierebeinen der längst aufgestiegenen Überfrauen.

Anstatt für Offenheit und Gleichheit zu sorgen, die aus einem Konsens entsteht, bringt die Frauenquote Zwänge, Pflichten und Gebote, die nicht nötig wären, wenn alle (Männer und Frauen bzw. Frauen und Männer) sich mal beruhigen würden. Yoga hilft ungemein.

Konkrete Argumente gegen eine Frauenquote

Um unseren Lesern nicht nur schwammiges Philosophen-Blabla zu präsentieren, möchten wir uns mit den folgenden Thesen extraweit aus dem Fenster lehnen. So bekommt man mehr frische Luft!

  • Die Frauenquote verzerrt den Wettbewerb – nehmen wir an, die Frauenquote sei auf 20% gesetzlich festgelegt. Vorher waren 5% weibliche Angstellte in der Führungsebene, jetzt sind es 15% mehr. Wohin mit den nun überflüssig gewordenen männlichen Kandidaten? Wissen die „neuen Frauen“ mehr als die „alten Männer“? Sind sie qualifizierter? Bloß dadurch, dass sie Frauen sind und neuerdings ein Recht auf den Platz an der Sonne haben? Wohl kaum. fkblog (femokratie.com) meint: Frauenquote ohne Ende
  • Die Frauenquote sorgt für noch mehr Streit – Alice Schwarzer reibt sich vermutlich seit Monaten die Hände und lacht sich ins Fäustchen. Ihr Emanzenkrieg gegen das angebliche Patriarchat läuft auf Hochtouren und wird endlich auch auf Bundesebene unterstützt und gefeiert. Das wiederum bringt noch mehr Zwist und noch mehr Streit zwischen Männern und Frauen. Als ob Mario Barth nicht schon schlimm genug wäre. Ein Beispiel aus dem Fitnessstudio: Frauenquote als Diskriminierung des Mannes
  • Die Frauenquote ist bloß eine Symptombehandlung – immer dann, wenn in einer Demokratie etwas beschlossen wird, gibt es diejenigen, die sich über den Beschluss freuen und diejenigen, die sich darüber ärgern. Das bringt das altmodische System so mit sich. Eine erzwungene Frauenquote bringt nichts. Sie ist für den Arsch, wie wir schon in der Überschrift ganz vorlaut behaupten. Das Problem der Ungleichheit ist damit längst nicht gelöst – im Gegenteil: Eine Lösung, die alle zufriedenstellt, wird immer unwahrscheinlicher. Beispiel Telekom: Die scheinbaren Frauenversteher
  • Die Frauenquote kommt zu früh bzw. zu spät – eine so vehement und rücksichtslos durchgepeitschte Entscheidung kommt zu früh. Die Gesellschaft ist scheinbar noch nicht so weit. Gleichheit wird überall betont, jedoch folgen den blumigen Versprechungen meist nur wenige Taten. Andererseits kommt eine Frauenquote auch zu spät, denn in den Köpfen der Menschen ist die klare Trennung von Frau-Herd und Mann-Chefsessel immer noch so präsent wie vor 50 Jahren. Hier auch nochmal ein Dankeschön an die vorbildliche Aufklärungsarbeit von Mario Barth. Ein Kommentar aus christlicher Sicht: TV-Talk zum Thema „Frauenquote“
  • Die Frauenquote setzt Frauen unter Druck – einerseits Karrierefrau und andererseits weiterhin Kinderbetreungsperson #1. Vielen Frauen ist vermutlich nicht einmal bewusst, dass durch die Verdrängung des Mannes vom Chefsessel das eigentliche Problem weiterhin ungelöst bleibt. Man darf mit einem Stirnrunzeln abwarten, wie oft in Zukunft, nach Einführung einer rigorosen Frauenquote, der männliche Part sein Kind aus der Kita holt anstatt im Büro einen weichen Sessel warmzuhalten. Von CDU’schen Lichtblicken spricht Henning Schürig: Frauenquote in der Wirtschaft

Die ultimative fiktive Lösung?

Alternative zu der Farce: Gleiche Löhne für Männer und Frauen bzw. Frauen und Männer.

Wer in der gleichen Position arbeitet und die gleiche Leistung bringt, sollte auch dazu berechtigt sein, eine repräsentative Lohntüte mit nach Hause zu nehmen.

Was hältst du von der Frage nach der Frauenquote?

Bist du eher ein Mann der alten Schule und wünscht dir Frauen an den Herd oder bist du mit Leuten wie Alice Schwarzer auf einer Wellenlänge und möchtest Männer am liebsten komplett verbieten lassen?

Bild CC 2.0 by TOMS WOCHENSHOW / Flickr